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Funktionstraining

Sowohl legasthene Kinder als auch lese-rechtschreibschwache Kinder können das Lesen und Schreiben erlernen, wenn auch durch unterschiedliche Trainingsmethoden. Was beide brauchen ist sehr viel Zeit, Verständnis und vermehrtes Üben. Beim legasthenen Kind reicht dies allein jedoch nicht aus, da hier die Gehirnfunktionen in bestimmten Bereichen abweichend - also anders arbeiten. Zu diesen Bereichen - man spricht von Teilleistungen - gehören Optik, Akustik, Raumlage (Raumorientierung und Körperschema), Serialität (Reihenfolgen herstellen, behalten und wiedergeben) und Intermodalität (z.B. Beziehung zwischen Gehörtem und Gesehenem herstellen). Gibt es bei einer oder mehreren dieser Teilleistungen Probleme, müssen diese gezielt trainiert werden. Das Training in diesen Bereichen wird als Funktionstraining (im Ggs. zum Symptomtraining) bezeichnet.


 

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Hörverarbeitung

Die zentrale Hörverarbeitung versetzt uns in die Lage, die Feinstruktur von Sprache zu erkennen, z.B. die extrem kurzen Laute /g/ und /k/. Besonders viele Kinder leiden in unserer Gesellschaft unter einer Reizüberflutung. Das Gehirn kann die Fülle an Informationen nicht mehr verarbeiten und schaltet sich mehr und mehr ab, d.h. die von beiden Ohren gelieferten Teilinformationen werden in der zentralen Hörverarbeitung nicht zu einem einheitlichen Höreindruck verschmolzen.
Folglich kann sich das Kind nicht lange konzentrieren und ermüdet schnell. Dieses bezieht sich vor allem auf gesprochenen Informationen, wie z.B. im Schulunterricht.
Häufig sind diese Kinder besonders geräuschempfindlich. Ebenso wirken sie oft unkonzentriert und desinteressiert.

 

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Integrationsstörungen

Leistungsminderungen einzelner Faktoren oder Glieder innerhalb eines funktionellen Systems wie dem menschlichen Gehirn, die dazu führen, dass die Bewältigung von komplexen Aufgaben bzw. Anpassungsleistungen nicht oder nur ungenügend geleistet wird.


 

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Kinesiologie

bedeutete ursprünglich "Bewegungslehre"




 

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Angewandte Kinesiologie

wurde begründet durch den Chiropraktiker Dr. Goodheart 1964 und stellt einen "...holistischer Ansatz, die Bewegung und Wechselwirkung der Energiesysteme eines Menschen zu balancieren (dar). Eine vorsichtige Sondierung der Muskelreaktion zeigt Körperteile an, wo Blockaden und Ungleichgewichte das physische, emotionale oder energetische Wohlbefinden beeinträchtigen." (lt. Def. der Kinesiology Federation - Dachorganisation). Darüber hinaus finden sich in den weiterentwickelten Programmen auch Elemente der Akkupressur und Entspannungstechniken.

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Legasthenie

Rechtschreib- und Leseschwäche bei durchschnittlicher oder sogar überdurch- schnittlicher Intelligenz; Ursachen bisher ungeklärt


 

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Lernstörung

massive Beeinträchtigung des Erkenntnisprozesses; dabei ist das Geflecht aus Motivation, Kognition, Gefühlen und sozialen Prozessen (die „Lernstruktur“) so stark angegriffen, dass der Lernprozess selbst „angegriffen“, d.h. über längere Zeit ungünstig verändert ist; die Behandlung von so tiefgreifenden Beeinträchtigungen in der Persönlichkeitsstruktur muss einem Therapeuten überlassen bleiben.


 

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Lerntherapie

Personen mit Rechenschwäche oder Lese-Rechtschreib-Schwäche verfügen in der Regel über viel Intelligenz. Die Schwäche erwächst aus eher untypischen Wahrnehmungs- und Verarbeitungsstrategien im Hirn. Über Jahre fällt sie nur mehr oder weniger auf, da die Betroffenen ihre Intelligenz zu aufwendigem Auswendiglernen von Worten und Lösungen nutzen oder ihre Schwäche durch unterschiedliche Strategien auszugleichen suchen.
Die Lerntherapie ermöglicht ihnen, den Lerngegenstand (Sprache, Mathematik) anders als bisher strukturiert dargeboten zu bekommen, nämlich abgestimmt auf ihre Wahrnehmungs- und Verarbeitungsmuster, orientiert am individuellen Erfolg des Lernenden.



 

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Diagnose in der Lern- (bzw. LRS-) Therapie

ist eine möglichst umfassende, objektive und differenzierte Analyse von Persönlichkeitseigenschaften und von sprachlichen Merkmalen einer Person. Sie ist sowohl die Grundlage für die Planung des Therapieprozesses, begleitet aber auch den Prozess der Therapie (Verlaufsdiagnostik). Diagnostische Befunde sind Voraussetzung für die Planung, Organisation und Durchführung der Therapiesitzungen. Dieses Element ist häufig auch eines der wesentlichsten Qualitätskriterien bei der Unterscheidung der verschiedensten Anbieter von Nachhilfe und Lerntherapie.



 

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Lesekriterien

wesentliche Elemente der Lesefähigkeit, die sowohl isoliert aufgebaut als auch in ihrem Zusammenhang trainiert werden müssen, sind:
- Lesegenauigkeit
- Lesetempo
- Selbstständigkeit und Sicherheit in der Sinnentnahme
- Lesemotivation
- Auseinandersetzung mit dem Gelesenen



 

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Linguistik

auch Sprachwissenschaft, System der Gesetzmäßigkeiten des sprachlichen Verhaltens sowie seiner Veränderung im Lauf der Zeit.



 

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Montessori-Pädagogik

Reformpädagogische Strömung nach der italienischen Kinderärztin Maria Montessori, die den kindlichen Entwicklungsprozess als Richtschnur für die pädagogischen Bemühungen nimmt. Wesentlicher Punkt ihrer Pädagogik ist die Auffassung, dass das Kind für den Erwerb von Fähigkeiten und Fertigkeiten „sensible Phasen“ durchläuft. Innerhalb sensibler Phasen „polarisiert sich die Aufmerksamkeit“ des Kindes auf die entsprechenden Lerninhalte der jeweiligen Phase. Lerninhalte, die in ihrer sensiblen Phase erworben werden, beherrscht das Kind sicher und mühelos. Um den Lernprozess zu unterstützen hat M. Montessori Arbeitsmittel übernommen und entwickelt, die sich auf einen Lernschwerpunkt konzentrieren und durch die Sinne erfahrbar sind (vorstrukturierte Lernumwelt).


 

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Morphem

kleinster, bedeutungstragender Bestandteil eines Wortes; z.B. Bau-er (Stammmorphem mit Endmorphem)



 

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Motorik

Gesamtheit der Bewegungsabläufe des Körpers; differenzierte Unterscheidung von Grobmotorik (große Bewegungsabläufe) und Feinmotorik (diffiziele Bewegungsabläufe wie sie für das Schreiben notwendig sind)


 

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Phonem

kleinste sprachliche Einheit, die bedeutungsunterscheidend wirkt; z.B. das a und u in der Verbindung mit H_nd



 

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Phonologische Bewusstheit

Fähigkeit, die Aufmerksamkeit auf die formalen Eigenschaften der gesprochenen Sprache zu lenken, insbesondere auf die einzelnen Laute der gesprochenen Wörter (Phoneme); wichtige Basis- komponente zur Entwicklung der Schriftsprache







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Symptomtraining

Lesen und Schreiben kann man nur lernen, indem man liest und schreibt. Das bedeutet, dass an der jeweiligen Fehlerproblematik des Kindes und an den Symptomen der jeweiligen Legasthenie gezielt gearbeitet werden muss.
Gerade dafür sind die Arbeitsmaterialien vom Verlag deutex konzipiert. Ein großer Vorteil der Materialien besteht in der engen Verknüpfung von Lesen-Schreiben und Literarität. (siehe auch Funktionstraining)
 

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Teilleistungsstörung/ Teilleistungsschwäche

herkömmlicher Begriff für Integrationsstörungen; bei ansonsten guter Funktions- fähigkeit des ZNS fallen dem Klienten Leistungen einzelner Bereiche aber schwer; mit der begrifflichen Neufassung dieser Störung unter dem Begriff der Integrationsstörung soll aber zum Ausdruck gebracht werden, dass Teilleistungen nicht auf die Funktionsweise bestimmter abgegrenzter Bereiche des Gehirns zurück geführt werden können, sondern für komplexe Leistungen diffizile Netzstrukturen im Gehirn zusammenarbeiten müssen

 

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